Dr. Klaus Sejkora
Betrachtung therapeutischer Beziehungen aus der tiefenpsychologischen Perspektive
Aus tiefenpsychologischer Sicht ist die therapeutische Beziehung wesentlich ein Vorgang des Entstehens von unbewussten Prozessen und ihre Bewusstmachung. Sie ist ein ganz besonderer Fall zwischenmenschlichen Aufeinander-Bezogenseins. In ihr bildet sich unbewusst und intuitiv das ursprüngliche Beziehungsdrama ebenso ab wie die gegenwärtigen Beziehungen des Klienten/ der Klientin, und in ihr entstehen Modelle anderer Arten von Beziehungen – bewusst wie unbewusst.
Die hohe Kunst des psychotherapeutischen Handelns in der transaktionalen Dynamik der therapeutischen Beziehung ist die sensitive Aufnahme der unbewussten Übertragung der Klientin/ des Klienten mittels der eigenen Gegenübertragung. Das entscheidende Instrumentarium ist die eigene Intuition, das eigene Unbewusste.
In dem Leitvortrag stelle ich einen von mir entwickelten methodischen Ansatz zur Gestaltung und Entwicklung der therapeutischen Beziehung an der Nahtstelle zwischen dem Unbewussten des Klienten/ der Klientin und dem der Therapeutin/ des Therapeuten vor: das Erfinden und Erzählen von methaphorischen Geschichten, die kreativ-narrative Imagination. Diese Kombination von Transaktionsanalyse, Tiefenpsychologie und hypnosetherapeutischen Ansätze ermöglicht eine sehr flexible und spielerische Gestaltung der therapeutischen Beziehung mit hoher Aktivierung der menschlichen Potenziale der Klientin/ des Klienten. Fallbeispiele, Geschichten und Bilder lassen diesen Zugang zur therapeutischen Beziehung lebendig werden und machen ihn erlebbar.
Dauer: 60 Minuten
Zielgruppe: Alle
Anwendungsbereich: Alle
Teilnehmerzahl: unbegrenzt
