Rahmenprogramm
An blauer Donau, grünem Inn und schwarzer Ilz
Herzlich Willkommen in Passau!
Passau liegt im Südosten Deutschlands und grenzt direkt an Österreich. Wegen des Zusammenflusses der drei Flüsse Donau, Inn und Ilz trägt Passau den Beinamen „Dreiflüssestadt“.
Ihre Siedlungsspuren reichen zurück in die Jungsteinzeit. Vierhundert Jahre lang gehörte Passau zum römischen Weltreich. 739 n. Chr. wurde Passau Bischofsitz. Über sechshundert Jahre war die Dreiflüssestadt ein selbständiges bischöfliches Fürstentum, bis sie 1803 Bayern eingegliedert wurde. Das barocke Stadtbild mit hohen Türmen, malerischen Plätzen, romantischen Promenaden und verwinkelten Gassen schufen italienische Barockmeister im 17. Jahrhundert.
Inmitten der Altstadt erhebt sich der Dom St. Stephan, in dem die größte Domorgel der Welt erklingt. Hoch über den Flüssen thronen die Burganlage Veste Oberhaus und das Wallfahrtskloster Maria Hilf.
Mit ihrem Charme und Flair zählt die Dreiflüssestadt zu den schönsten und eindruckvollsten deutschen Städten an der Donau.
Passau zum Erlebnis machen – Der besondere Stadtrundgang
„Passaus Glanz und Elend“
Eine hintergründige Passauer Altstadtführung mit dem fürstbischöflichen Hofrat Freiherr Philipp Wilhelm von Hörnigk: Prächtige Barockfassaden, Residenz- und Kirchenbauten sprechen für eine einst mächtige und reiche Bischofsstadt. Die Wirklichkeit sah freilich anders aus. Noch heute zeigen sich die Spuren wirtschaftlichen Niedergangs. Erfahren Sie, wie Passaus alter Glanz zu Grunde ging und was den völligen Zusammenbruch verhindert hat.
Treffpunkt 19:45 Uhr, Rathausplatz Passau
Kosten: 7 €
Dom St. Stephan
Der Stephansdom in Passau ist die Mutterkirche des Donau-Ostens. Bereits um das Jahr 450 ist eine Kirche in der spätantiken Stadt Batavis bezeugt. Die Bischofskirche wird urkundlich erstmals 730 erwähnt und ist seit 739 Kathedrale der Diözese. Bis zum heutigen Baubestand können fünf weitere Perioden unterschieden werden: Die agilolfingische Bischofskirche um 720, der frühgotische Dom, erbaut zwischen 1280 und 1325, der spätgotische Ostteil (1407-1560) und der barocke Neubau, errichtet zwischen 1668 und 1693. Der Stadtbrand von 1662 hat von den ersten vier Bauperioden keine sichtbaren Spuren hinterlassen. Erhalten blieb im Außenbau der spätgotische Ostteil.
Mit dem barocken Wiederaufbau unter Einbeziehung der verbliebenen gotischen Teile wurde der italienische Meister Carlo Lurago beauftragt. Die gesamte Innenausstattung mit ihrem üppigen Stuckwerk und den Altaraufbauten des italienischen Hochbarocks war Giovanni Battista Carlone übertragen worden. Die Fresken schuf Carpoforo Tencalla. Es entstand der größte barocke Kircheninnenraum nördlich der Alpen und die bedeutendste Barockkirche italienischer Prägung auf deutschem Boden. Die Passauer Domdekoration sollte für Jahrzehnte richtungweisend für den donauländischen Kunstraum vor den Alpen werden.
Die größte Domorgel der Welt steht im Passauer Stephansdom
Mit den 17974 Pfeifen und ihren 233 Registern gilt die Orgel im Passauer Stephansdom als größte katholische Kirchenorgel der Welt. Die Gesamtanlage der fünf Orgelwerke, die von einem Hauptspieltisch aus gemeinsam gespielt werden können, gilt als technisches Wunderwerk. Für Besucher aus der ganzen Welt ist die Domorgel ein "Muss" beim Aufenthalt in der Dreiflüssestadt. Die Orgel im Passauer Dom war allerdings nicht als größte Domorgel der Welt gebaut worden. Die besondere und großartige Akustik im Barockdom hat von jeher eine mächtige und farbenreiche Chor- und Orgelmusik notwendig gemacht. So entstand nach und nach die große Domorgel. Sie besteht aus fünf räumlich voneinander getrennten Werken: der Hauptorgel, Epistel- und Evangelienorgel auf den Westemporen, der Chororgel am Eingang zum Altarraum und der Fernorgel auf dem Dachboden im Langhaus des Domes. Bei letzterer kommt der Ton durch das "Heiliggeistloch" in den Kirchenraum. Alle fünf Orgelwerke können vom Hauptspieltisch auf der Empore aus gespielt werden, für sich ein technisches Wunderwerk. Die größte Orgelpfeife hat eine Länge von über elf Meter und wiegt 306 Kilo.
Treffpunkt 19:45 Uhr, Domplatz
